LEA DIEVENOW




Lea Dievenow arbeitet an der Schnittstelle von traditioneller Glasveredlung und zeitgenössischer Raumkunst. Ihre Projekte verbinden präzises Handwerk mit künstlerischer Konzeption und erforschen das Potenzial von Licht, Farbe und Transparenz. Im Zentrum steht Glas – als Medium, das Räume verwandelt, Atmosphären formt und Wahrnehmung lenkt. Die Kombination mit Materialien wie Holz, Metall oder Kunstharz eröffnet neue gestalterische Ebenen. Ihr Schaffen reicht von großformatigen Glasfenstern, Raumteilern und Wandgestaltungen bis hin zu Lichtobjekten und freien künstlerischen Arbeiten – im sakralen, öffentlichen wie auch privaten Raum. Die Arbeiten sind dem Moment und dem Ort verpflichtet und verbinden Funktionalität mit stiller Intensität und sinnlicher Präsenz.

Kontakt und weitere Infos: http://www.glaskunstwerke.de


„LICHT“ EVANGELISCH-LUTERISCHE JOHANNES GEMEINDE EMDEN

Auftraggeber: Johannesgemeinde Emden
Künstlerin: Lea Dievenow
Fotos: Lea Dievenow
Technik: Airbrushmalerei mit Sandstrahlung

Beschreibung: Für die Johannesgemeinde Emden entwarf Lea Dievenow ein zeitgenössisches Tauffenster, das den biblischen Vers „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 12,46) in eine farbintensive, abstrakte Bildsprache überführt. Die Gestaltung greift sowohl theologische Inhalte als auch architektonische Gegebenheiten des Kirchenraums auf und setzt sie künstlerisch in Szene.

Zentrales Motiv ist das Licht – dargestellt durch ein Spektrum intensiver Farben von Violett über Blau, Grün, Gelb, Orange bis Rot. Diese symbolisieren die Vielfalt des Lebens und bringen Leuchtkraft in den zurückhaltend gestalteten Innenraum.

Das Element Wasser wird durch blasenartige Strukturen angedeutet, die an Seifenblasen erinnern und auf das Sakrament der Taufe verweisen. Die Kombination aus Licht und Wasser steht sinnbildlich für Reinigung, Neubeginn und göttliche Gegenwart.

Das Fenster wurde auf zwei Ebenen realisiert: Opale und transparente Bereiche erzeugen ein vielschichtiges Spiel aus Licht, Durchblick und Tiefe. Die bewusst gewählte Abstraktion ermöglicht persönliche Zugänge und ein faszinierendes Lichtspiel mit dem Raum."˜


NEUAPOSTOLISCHE KIRCHE GREVEN

Auftraggeber: Neuapostolische Kirche Greven
Künstlerin: Lea Dievenow
Fotos: Lea Dievenow

Technik: Airbrushmalerei mit Sandstrahlung

Beschreibung: In der Neuapostolischen Kirche in Greven ist im Altarraum ein farbiges Fensterband entstanden, das einen gezielten Kontrast zur klaren Architektur setzt. Ausgangspunkt war das Thema Lebenszyklus – dargestellt über den Bezug zu Jahreszeiten, Himmelsrichtungen und farblich interpretierten Lebensphasen. Das Oberlichtband besteht aus 32 Glaselementen à 1 × 3 Meter und verläuft oberhalb der regulären Fenster. Die Gestaltung basiert auf freien Malereien mit Aquarell, Acryl und Papier, die zu einer zusammenhängenden Komposition ausgearbeitet wurden. Jede Scheibe wurde mit keramischen Farben bemalt, bei hoher Temperatur eingebrannt und durch Sandstrahlung ergänzt. Sandgestrahlte Partien streuen das Licht weich in den Raum, wodurch Farben und Formen eine starke Präsenz erhalten. Sie wirken wie eine leuchtende Leinwand und lassen das Fensterband je nach Lichteinfall immer neue Stimmungen im Raum erzeugen.


NORD- UND SÜDROSETTE, EV. ST. JOSEPH-KIRCHE, HANNOVER

Auftraggeber: Ev. Kirchengemeinde St. Joseph, Hannover
Architekt: SFB Architekten
Künstlerin: Lea Dievenow
Fotos: Lea Dievenow, Glasmalerei Peters Studios

Technik: Thermisch verformte Gläser mit Airbrushmalerei, Echt-Antikopalgläser, bemalt und laminiert.

Beschreibung: Die Neugestaltung der Nord- und Südrosette der St. Joseph-Kirche Hannover verbindet architektonische Harmonie mit einer tiefen symbolischen Ausdruckskraft. Die Künstlerin entwickelte ein Konzept, das die zuvor asymmetrische Lichtwirkung ausgleicht – während die Südrosette durch intensiven Tageslichteinfall überstrahlt wurde, wirkte die Nordseite gedämpfter. Durch eine gezielte Farbwahl und den Einsatz von Opalgläsern entstand nun eine harmonische Balance, sodass beide Fenster eine gleichwertige Präsenz im Raum entfalten. Das Nordfenster, das zuvor im Schatten lag, strahlt nun mit einer Leuchtkraft, als würde die Sonne selbst hindurchscheinen.

Der Entwurf thematisiert auf zwei Ebenen das Leben Jesu Christi sowie die Resonanz des göttlichen Wortes. Die Bildebene zeigt Christi Geburt, Kreuzigung, (Südrosette), Auferstehung und Himmelfahrt (Nordrosette). Ergänzt wird sie durch eine Klangebene, die die Verbindung zwischen Wort und Schöpfung sichtbar macht: Durch ein Klangexperiment wurden Wasseroberflächen mit dem Ton eines Herzschlags in Schwingung versetzt – eine visuelle Übersetzung der Resonanz des Wortes Gottes. Opalgläser aus Echtantikglas kaschieren den Rahmen und verleihen den Fenstern eine schwebende Eleganz. Die Kombination aus Reliefverschmelzung, Floatglasmalerei und Laminierung intensiviert das Lichtspiel und macht die Fenster zu einem leuchtenden Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit für die Gemeinde.


„DIE VIER ELEMENTE” NEUAPOSTOLISCHE KIRCHE PORTA WESTFALICA

Auftraggeber: Neuapostolische Kirche Porta Westfalica
Künstlerin: Lea Dievenow
Fotos: Lea Dievenow

Technik: Airbrushmalerei mit Sandstrahlung, Echtantik Opal

Beschreibung: Für die Neuapostolische Kirche Porta Westfalica entwickelte Lea Dievenow ein Ensemble moderner Kirchenfenster, das symbolisch die vier biblischen Schöpfungselemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft – in abstrakter Bildsprache thematisiert. Zwei raumhohe Fenster zu beiden Seiten des Altars (je 0,90 × 5,60 m) sowie ein ergänzendes Chorfenster (2,50 × 2,50 m) greifen diese Motive auf und führen sie künstlerisch fort.

Im Zentrum des Altarraums steht ein leuchtendes Kreuz aus mundgeblasenem Echtantikglas – als kraftvolles Zeichen und Mittelpunkt der Komposition. Die Verglasung fügt sich in die klare Architektur des Raums ein und schafft eine Atmosphäre aus Licht, Farbe und Tiefe.

Die künstlerische Umsetzung erfolgte in mehreren Schichten auf beiden Glasebenen der Isolierverglasung. Farbflächen und Strukturen wurden mit Pinseln, Airbrush und partiellen Sandstrahlungen aufgetragen. Diese Kombination traditioneller und experimenteller Techniken erzeugt eine komplexe Tiefenwirkung, die je nach Lichteinfall neue Facetten zeigt. Selbst bei bedecktem Himmel oder diffusem Tageslicht behalten die Farben ihre Leuchtkraft – der Raum wirkt hell und lebendig. So entstehen Bildräume, die mit dem Licht arbeiten und dem Kirchenraum eine kraftvolle, besinnliche Präsenz verleihen.


LICHTBAND ST. JOSEFS KAPELLE IM CARITAS ALTENZENTRUM HÖVELHOF

Auftraggeber: Caritas Altenzentrum Hövelhof e.V.
Künstlerin: Lea Dievenow
Fotos: Lea Dievenow

Technik: Airbrushmalerei mit Sandstrahlung, Digitaldruck.

Die künstlerische Gestaltung der Kapelle Hövelhof basiert auf dem Motiv des Sonnenlichts. Diagonale Linien symbolisieren Lichtstrahlen, während abstrahierte Blätter- und Aststrukturen eine Verbindung zur Natur herstellen.

Ein zentraler Kreis bildet das gestalterische Zentrum und trägt den Christus-Korpus. Von hier entfaltet sich die 360°-Fenster und Farbgestaltung, die architektonische Linien von Dach, Altar, Pult und Tabernakel aufgreift. Der Kreis wirkt als stabilisierendes Element und bringt Balance in den Raum.

Die Farbgestaltung setzt auf leuchtende, warme Töne, die eine einladende Atmosphäre schaffen. Die Verbindung zwischen Fenstern und der kreisförmigen Wandfläche hinter dem Kreuz verstärkt die räumliche Einheit.

Material und Technik: Die farbigen Gläser wurden in klassischer Glasmalerei gefertigt und durch Sandstrahlung veredelt. Der zentrale Kreis entstand durch Digitaldruck auf Glas. Bestehende graue Blindfenster wurden durch bedruckte Verbundplatten in das Konzept integriert.

Ein neues Lichtkonzept hebt die Gestaltung hervor. Ergänzt wird dies durch neu gestrichene Wände und filigrane Stühle, die den Raum modern und leicht wirken lassen.

Die Neugestaltung verbindet Architektur, Licht und Farbe zu einem harmonischen Gesamtkonzept.


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