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Die erste Generation
Der Werkstattgründer Otto Peters war klassisch ausgebildeter Glasmaler und Stipendiat der Deutschen Akademie an der Villa Massimo in Rom. Er eröffnete 1912 in Paderborn die Westfälische Kunstanstalt für Glasmalerei und Kunstverglasung; Renovierung alter Glasmalereien. Der Name der Werkstatt ist Programm und die Wahl des Standortes eine Entscheidung, die sich bis heute als gut und wichtig herausgestellt hat. Der erste und wichtigste Anschub für das neue Unternehmen waren die Aufträge für den Paderborner Dom.
Die Werkstatt bietet auch neue Fenster nach eigenen Entwürfen, Rekonstruktion historischer Fenster und Schutzverglasungen an. Der I. Weltkrieg unterbricht den hoffnungsvollen Anfang jäh. Erst vier Jahre später beginnt für den nunmehr 39-jährigen Otto Peters die eigentliche Erfolgsgeschichte. Die Arbeiten für die Kirchen in Hamburg-Altona, Delbrück, Gelsenkirchen oder das Ursulinen-Kloster Neheim künden von dieser Geschichte.

Die zweite Generation
1936 übernimmt Emil Peters die Leitung der Werkstätten. Er hatte beim Vater das Glasmalerhandwerk erlernt und führt nun konsequent weiter, was jener begonnen hatte. Die Werkstätten arbeiten mit namhaften Künstlern und realisieren Aufträge in vielen Städten der Welt, so unter anderem in Beirut, Detroit, Manila und Washington.
Außerdem gibt Emil Peters sein Fachwissen uneingeschränkt weiter und bildet Glasmaler und Kunstglaser aus. Der II. Weltkrieg unterbricht die Kontinuität auch seiner Arbeit. Bei seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft findet er nicht nur seine Heimatstadt, sondern auch Haus und Werkstatt in Schutt und Asche. Emil Peters baut nicht nur Haus und Werkstatt wieder auf, er steht nun auch im Dienst des allgemeinen Wiederaufbaus. Erneut wird der Paderborner Dom zum Meilenstein der Entwicklung.

Die dritte Generation
Unbelastet von Kriegen und deren Folgen nimmt Wilhelm Peters 1980 die Zügel der Meisterwerkstätte für Glasmalerei und Mosaik in die Hand. Er hatte an der Kunsthochschule Hamburg studiert und sich als Kunstpädagoge, Autor und Ausstellungsmacher, mit Werbung und kunsttheoretischen Beiträgen profiliert. Prof. Bazon Brock ist in dieser Zeit sein wichtigster Begleiter. Mit diesem Rüstzeug stellt er sich der Aufgabe, die Werkstatt fortzuführen und den neuen Zeiten gemäß neu zu profilieren.
Vor allem ist es das Spannungsfeld von Tradition und Moderne, dem er sich verpflichtet fühlt. Neben die ständig gewachsene und wachsende Werkstatt stellt er zunächst ein zweites Konzept einschließlich des dazugehörenden schönen neuen Hauses: glas + räume und anschließend ein drittes mit einer Künstlergalerie als modernes Kommunikationszentrum. Wilhelm Peters baut die Arbeit mit den Künstlern weiter aus und es kommen neue Werkstatträume in Neuenbeken bei Paderborn dazu. Die Glasmalerei Peters ist in Bewegung.

Die vierte Generation
Jan-Wilhelm Peters tritt 2008 in das nunmehr auf 60 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen ein. Er hat Betriebswirtschaft in Hannover studiert und bei verschiedenen Praktika in namhaften modernen Glasveredelungsbetrieben Erfahrungen gesammelt.